Grüne Mineralerde

Grüne Mineralerde, Tonerde oder auch Heilerde: Hast du sie auch in deiner Apotheke parat? Was sie ist und wie sie traditionell angewendet wird.

Grüne Mineralerde als Pulver

Was ist Mineralerde überhaupt?

Mineralerde ist Pulver aus tonhaltigem Gestein oder Kreide und ist durch die Verwitterung von vulkanischer Asche entstanden. Sie wurde schon vor 3000 Jahren in der Antike für alle möglichen heilenden Anwendungen genutzt. Besonders bekannt ist das Tonmineral Montmorillonit, das aus der gleichnamigen Stadt in Frankreich kommt. (Nach einem Beitrag aus Kikolily)

Mineralerde oder Heilerde?

Heilerde ist ein geschützter Begriff. Das heisst, dass es nur bestimmte Mineralerden gibt, die sich auch Heilerde nennen dürfen, also eine Zulassung dafür haben. Das bedeutet dann, dass sie mit der heilenden Wirkung ihrer Erde werben dürfen. Jede qualitativ hochwertige Mineralerde hat jedoch auch diese Wirkungen.

Grün, Pink, Rot, Braun

Je nach Abbaugebiet haben Mineralerden unterschiedliche Farben. Die verschiedenen Farben zeigen an, welche Inhaltsstoffe mehr oder weniger enthalten sind. Rote Mineralerde aus Australien z.B. enthält mehr Eisen als grüne Mineralerde aus Frankreich.

Was ist denn nun drin?

Mineralerde enthält bis zu 50% Kieselerde/Kieselsäure, und eben genau die ist super für die Haut. Dazu enthält sie sehr viele Spurenelemente und Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Natrium, Eisen, Kupfer, Mangan, Selen und Zink.

Anwendung: nass oder trocken?

Grüne Mineralerde kann mit Wasser angerührt als Paste aufgetragen oder auch für Umschläge benutzt werden. Ebenso kann man sie trocken auf Wunden oder Hautausschläge auftragen. Bitte immer nur mit Holz- oder Plastik-Utensilien arbeiten und kein Metall verwenden! Bei nasser Anwendung die Paste antrocknen lassen und dann abspülen. Nicht über Nacht oder länger drauflassen, da die gebundenen Giftstoffe ins Gewebe zurückgegeben werden können.

Die Eigenschaften

  • Absorption: Binden von Giftstoffen, Metallen und Stoffwechsel-Abfallprodukten. Mineralerde wirkt entgiftend.
  • Antibakteriell: Mineralerde desinfiziert und reinigt.
  • Schmerzlindernd: Bei nasser Anwendung wirkt die Paste kühlend und damit schmerzlindernd.
  • Entzündungshemmend: Giftstoffe werden dem Gewebe entzogen. Trocken aufgetragen schützt sie Wunden vor weiterer Infektion.
  • Austrocknend: Bei trockenem Auftragen auf nässende Wunden unterstützt sie den Heilungsprozess.
  • Aktivierung der Lymphe: Als Paste aufgetragen, unterstützt die Mineralerde den Lymphfluss.
  • Juckreiz: Trocken oder nass wirkt Mineralerde kühlend bei Juckreiz.
  • Hautprobleme: Mineralerde wird bei Hautausschlägen, allergischen Reaktionen und Hautpilz eingesetzt.

Mineralerde gilt als besonders verträglich für Mensch und Tier.

Ein traditionsreiches Hausmittel

Die französische Ärztin Dr. Jade Allègre befasst sich seit über 20 Jahren mit der Wirkung dieser Substanz und gibt weltweit Vorträge. Ihr ist bewusst, dass Heilerde massgeblich an der Entgiftung des Darms und an der Bindung von Toxinen wie Schwermetallen beteiligt ist. Urvölker assen täglich Erde, um ihren Organismus von Viren, Bakterien und Giften zu befreien. Französische Könige assen regelmässig Tonerde, um sich vor eventuellen Vergiftungs-Attentaten zu schützen. 1905 wurde eine Cholera-Epidemie in Berlin mit Tonerde bekämpft. Und Tiere, z.B. Elefanten, wälzen sich im Schlamm, um ihre Wunden zu heilen.

Wichtig: Bei anhaltenden oder ernsthaften Beschwerden gehören Sie in ärztliche Behandlung. Mineralerde mit mindestens 2, besser 4 Stunden Abstand zu Medikamenten einnehmen.

Bleibt gesund und wild!
Béatrice

Termin vereinbaren

Haben Sie Fragen oder möchten Sie eine Behandlung buchen? Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, ich melde mich so bald wie möglich. Termine nach Absprache.